Arbeitseinsatz am 14.04.2018 – eine kleine Geschichtsstunde

Ursprünglich vorgesehen war, die zweite Lage Schotter im schmalen Weg aufzubringen. Nachdem wir aber leider keine Firma gefunden haben, die uns samstags beliefern will (60t lohnen sich scheinbar nicht?), haben wir umgeplant.

Die Lauben der gekündigten Gärten 87 und 88 waren leider in einem Zustand, der eine Vermietung (und vermutlich auch einen Ausbau) nicht erlaubte. Da bleibt uns nur der Abriss. Um dann evtl. wie in der 69 eine neue Laube durch die Sparte zu erwerben, aufbauen zu lassen (Gewährleistung) und diese dann durch einen neuen Pächter abzahlen zu lassen.

Bei einem Mischcontainer mit 10 m³ sind wir mittlerweile auch mit 470,- Euro dabei. Und da darf kein Sondermüll, wie Dachpappe oder Asbest rein! Dann wird`s noch teurer.

13 fleißige Helfer fanden sich um 10 Uhr und wir begannen in der 88. Und Laube und Nebengelaß waren noch gut mit Möbeln, Geschirr, Gartengeräten und Zubehör sowie allem, was man so aufhebt (vielleicht braucht man es ja noch einmal?) gefüllt. Es wurde ausgeräumt und manches fand einen neuen Besitzer. Das Metall wurde extra gelagert für unsere nächste Schrottaktion. Und trotzdem war der Container im Nu halb voll.

Nebenbei wurde im Garten 87 schon entrümpelt und mit dem Leerräumen der Laube begonnen. Und das Gewächshaus in der 88 wurde demontiert und abtransportiert (Vorsicht Glas!).

Dann begann auch der Abriss der Laube in der 88.

  

Noch vor dem Mittag war der Container voll. Doch der Abriss ging weiter. Leider ab 15 Uhr noch mit 2 Mitstreitern.

Doch vorher noch das „Highlight“. Laube und Anbau waren doppelwandig. Und im Anbau fanden wir zwischen den Wänden ein Gewehr:

Auch wenn einige meinten, dass man sowas verkaufen könnte, wir haben es bei der Polizei abgeliefert. Und beides wäre/war wahrscheinlich übertrieben. Nach einer kurzen Recherche im Internet könnte es eine Kleinkaliberwaffe FN Browning (belgische Firma) sein – Kaliber 5,6 (22). Auch wenn der Lauf vom Durchmesser her groß erschien. Das Plasteendstück des Schaftes ließ uns zumindest eine Produktion nach dem 1. Weltkrieg vermuten. Solche Waffen wurden wohl zur Jagd während der Schonzeit und zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt? Weiß jemand mehr?

Nachmittags ging es mit der Demontage der Laube weiter. Nachem das Dach runter war, ging es mit der Frontseite weiter. Zu Dritt ging es natürlich nicht so schnell weiter, wie vormittags. Und wir trennten ja auch Glas, Holz und Sondermüll (Dachpappe von oben und Asbest von der Front). Und fanden interessante Dinge, welche als Dämmstoff zwischen den beiden Wändern Verwendung fanden.

Da war zum einen etwas, wie getrocknetes Moos erschien? Und dann waren das geknüllte Zeitungen. Erstaunlich gut erhalten. Vom Juli 1939! Also mittlerweile fast 79 Jahre alt.

Wenn ich richtig entziffert habe, hieß das Blatt „Der Mitteldeutsche“ mit dem Untertitel „Neues Magdeburger Tageblatt“. Habe auf Anhieb dazu nichts im Internet gefunden.                                    Bemerkung: Das Hakenkreuz unterm Reichsadler habe ich entfernt.

Was verbergen sich noch für Geheimnisse in den Gärten unserer fast 100-jährigen Sparte?

Trotz all der fleißigen Teilnehmer, wir haben die Laube nicht ganz abgerissen. Zum einen müssen wir den Strom noch abtrennen. Zum anderen waren es nachmittags einfach zu wenig Mitstreiter.   Doch die können stolz auf sich sein! Wie auch die am Vormittag!

 

 

 

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